So schön ist ... Döllstädt

Bei frühlingshaften Temperaturen waren wir gestern in dem geschichtsträchtigem Ort Döllstädt unterwegs.
Das Ortswappen mit der Abbildung der gelben Färberpflanze und die Straßenbezeichnung "Waidgasse" erinnern an das frühere Waid-Anbaugebiet um Erfurt. 

Vom  Zisterzienserinnenkloster, welches bis in die Reformationszeit bestand hatte, sind keine baulichen Reste erhalten. Das Nonnenkloster wurde 1529 aufgelöst und das Gelände diente als Hofgut und herzogliches Kammergut. Die denkmalgeschützte evangelische Dorfkirche "St. Peter und Paul" ist im Jahre 1542 als Neubau auf den Resten der Klosterkapelle entstanden.

Auch von der Turmhügelburg "Burg Steinfurt" zu Döllstädt, welche als Befestigungsanlage diente, ist heute nichts mehr zu sehen. Seit 1806 ist der abgerundet rechteckige Burghügel mit umlaufenden Graben kahl und zum Bodendenkmal ernannt. Nur das ehemalige Schlossgebäude blieb erhalten, wurde von 1950 - 2001 als staatliches Altenpflegeheim genutzt und bestimmt noch heute das Ortsbild.

Derzeit zählt die Gemeinde im Mittelpunkt der Verwaltungsgemeinschaft "Fahner Höhe" 1.200 Einwohner. Obstplantagen und große Spargelfelder dominieren die Umgebung des Dorfes. In den vergangenen Jahren wurde die Kindertageseinrichtung erneuert und das Gebäude der ehemaligen Gemeindeverwaltung zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet, in dem Vereine und Festlichkeiten der Bürger ein Zuhause finden.  

Im Gewerbegebiet haben sich mehrere kleinere und mittelständische Unternehmen angesiedelt und ein neu geschaffenes Wohnungsbaugebiet bietet attraktiven Wohnraum inmitten der Fahner Höhen.

Autor: S. Poltermann,  Fotos: S. Poltermann