Hochwasserschutz in Elxleben und Walschleben

Das große Hochwasser vor rund zwei Jahren ist noch gut im Gedächtnis. Damals waren nacheinander viele Regionen Deutschlands betroffen.

In Elxleben und Walschleben nahm die Natur-Katastrophe ihren Anfang. Viele freiwillige Helfer unterstützten die Feuerwehren, um das Schlimmste abzuwenden, was auch gelang.

Im Nachgang wurden im Bereich des Elxlebener Geradammes umfangreiche Maßnahmen zur Deichsanierung und -sicherung vorgenommen. Im Auftrage der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie wurden Schwachstellen, an denen so genanntes Qualmwasser ausgetreten war, beseitigt.

 

Als Qualmwasser bezeichnet man Wasser, das unter einem Deich durchsickert. Es tritt unmittelbar hinter dem Deich an die Oberfläche und bildet flache „Seen“. Das aufsteigende Wasser drückt auch im Untergrund eingeschlossene Luft mit nach oben, die dann zu brodeln oder zu qualmen scheint. Große Mengen Qualmwasser gefährden die Standsicherheit eines Deiches bzw. Dammes.

Der erfolgte Einbau von Auflastsicker am Fuße der Böschung und auf der Landseite soll dafür sorgen, dass der Damm standfest bleibt und ein Durchweichen verhindert wird. Auch so genannte Schrammborde – hier in Form von langen Baumstämmen schützen den Deichfuß.

Inzwischen hat auch der Deichneubau im Bereich Walschleben begonnen in 20 bis 50 Meter Abstand zum jetzigen Geradamm. Die Straße zum Bahnhof wird angehoben, um so eine Polderfläche entstehen zu lassen. 1,5 Millionen Euro insgesamt werden allein in diesem Jahr in das Projekt investiert. Zum Schutz des Gewerbegebietes muss ebenfalls ein Damm errichtet werden. Schließlich soll der alte Damm abgetragen, das Ufer abgeflacht und damit der Gera mehr Raum gegeben werden.  

 

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